Fröhliche Weihnacht überall!

Ihr Lieben, ich wünsche euch und euren Familien heute fröhliche Weihnachten- dass ihr mit den Menschen zusammen seid, die euch wichtig sind, dass ihr gemeinsam lacht, und glücklich seid- dass ihr Zeit habt, um durchzuatmen, ein mit Liebe zubereitetes Essen genießt und mit euren Geschenken eure Lieben ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Dies richtet sich ganz besonders an meine Freunde und Leser, die sich heute nicht in ihrer Heimat befinden, sondern in einem anderen Land- insbesondere an jene, die gerade besonders stürmische Zeiten erleben. Passt gut auf euch auf!

TannenbaumIch wünsche euch, dass ihr auch fern der Heimat Weihnachtsstimmung erfahrt. Und jenen, die heute in Deutschland sind, aber gar nicht Weihnachten feiern, wünsche ich, dass ihr euch heute nicht ausgeschlossen fühlt, sondern ein wenig Feststimmnug auf euch abfärbt, die ihr euch für die Feiertage in den nächsten Wochen bewahren könnt.

Mit guten Freunden haben wir letztens darüber gesprochen, wie verloren man sich im Ausland zu den großen Feiertagen fühlen kann. So wie es mir schwerfiel, an Neujahr die Feiertagsstimmung nachzuempfinden, muss es für unsere Freunde aus Osteuropa hier quasi unmöglich sein, am 6. Januar, zum orthodoxen Weihnachten, noch Weihnachtsstimmung zu erleben.

Für uns ist dieses Jahr Weihnachten ein ganz besonderes: Zum ersten Mal feiern wir Weihnachten in einem eigenen Zuhause in Deutschland, mit einem eigenen Tannenbaum. Bisher waren wir immer über Weihnachten zu Besuch. Ich bin dieses Jahr in den deutschen Advent nur so eingetaucht, mit Plätzchen backen, selbst gebastelter Dekoration, selbst gebackenem Stollen und nicht einem, sondern drei Adventsgestecken. Unsere Wohnung sieht aus wie das Käthe-Wohlfahrt-Häuschen auf dem Weihnachtsmarkt. Diese habe ich übrigens gemieden. Die Weihnachtsmärkte in den deutschen Großstädten erinnern mich leider bei 15°C nur an eine Kirmes, auf der Weihnachtslieder gespielt werden. Wir haben einige kleine Weihnachtsmärkte auf Bauernhöfen und in Burgen besucht, das war sehr schön und stimmungsvoll.

Nun läuft hier Drei Haselnüsse für Aschenbrödel, der Kartoffelsalat steht bereit, die Weihnachtstiramisu ist fertig und wir müssen uns nur noch in unsere Weihnachtsoutfits schmeißen, um dann gleich das Krippenspiel zu besuchen.

Wie unglaublich schön es ist, Weihnachten mit einem kleinen Kind zu verbringen, fällt uns in diesem Jahr besonders auf: Die strahelenden Augen, wenn der Kleine flüstert „Heute kommt das Christkind“ sind mit nichts auf der Welt zu vergleichen. Die Diskussionen, ob das Christkind denn in der Kirche wohl auch „Zumba, zumba“ singt („Das ist doch ein Baby, Mama. Das kann nicht singen. Vielleicht die Mama vom Christkind?“), und was wird er erst sagen, wenn er gleich die Geschenke sieht?

Meine Lieben, noch einmal: Frohe Weihnachten! Am Samstag geht’s nach Minsk, dann hört ihr wieder von mir.

Advertisements

4 Comments

  1. Liebe Nadine,

    das hat Dir sehr gefallen, Weihnachten wieder mal in Deutschland feiern zu können. Mit kleinen Kindern ist es doppelt schön.

    Bei uns daheim traten wie immer die landsmannschaftlichen Differenzen zutage, vor allem beim Essen an Heiligabend. Der altbayerischen Seele ist es nach Brotsuppn, der badischen eher nach Schäufele, der östlichen nach Karpfensuppe. Da es uns alle mit Brechdurchfall erwischt hat, war Fasten angesagt (wie es eigentlich ja auch sein muss). Heute ging es schon besser. Dieses Jahr wurde übrigens bayerisch gegessen, nächstes Jahr darf ich dann auf Karpfen hoffen.

    Nun wünsche ich euch eine gute und sichere Fahrt nach Minsk. Ihr feiert dann die noch anstehenden Feste sicher im Kreise der dortigen Familie.

    Wenn ich über Silvester in Minsk wäre, würde ich um Mitternacht auf den großen Platz vor dem Palast der Republik gehen, wo sich Tausende Feiernde versammeln, um das neue Jahr zu begrüßen.

    Guten Rutsch!

  2. ich wünsche euch besinnliche weihnachten.
    alle jahre wieder (bleibt es wie es war):
    der handel und die konzerne freuen sich über ein neues rekord-weihnachtsgeschäft. euer paketzusteller liegt über die feiertage mit einem bandscheibenvorfall im bett. für euren festbraten haben arme schweine in rekordzeit die schweine zerlegt. die qualvolle massentierhaltung der truthähne und gänse wird ihnen in eurem backofen einen sinn und ein würdiges ende bereiten. das kind findet einen günstigen welpen zum spielen unter dem weihnachtsbaum. der deutsche pelzhandel freut sich mit china über die wiederbelebte pelzmode. die schokolade für die festtage ist gekauft und die verschleppten kinder auf den kakaoplantagen in westafrika bekommen einen tag frei und dank fairtrade im kommenden jahr eine kloschüssel auf die plantage. und wie jedes jahr an weihnachten spendeten wir auch für die bedürftigen. die festtage können kommen.
    “unsere wirtschaft benötigt unglückliche menschen und produziert diese auch systematisch. glückliche menschen kaufen nichts, weil sie bereits glücklich sind.”
    http://campogeno.wordpress.com/2013/12/23/alle-jahre-wieder-bleibt-es-wie-es-war/

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s