„Liebesgrüße aus Minsk“ ist da!

Gestern war der große Tag- das Buch ist nun endlich erschienen!

Obwohl es eigentlich ein Tag wie jeder andere war, kannte meine Aufregung so gegen 14 Uhr keine Grenzen mehr. Als ich die Verkaufszahlen angeschaut hatte, und der erste mitspielende Belarusse sich im Buch wieder gefunden hat. „Habe ich das wirklich so gesagt?“, fragte er erstaunt? „Naja, fast so. Das ist ein bisschen künstlerische Freiheit, weißt du“, gebe ich vorsichtig zurück. Ich frage mich an dieser Stelle, wer von den Mitspielenden sich in den nächsten Wochen noch so bei mir meldet und bin froh, mich an den weisen Rat eines Autors gehalten zu haben, über lebende und deutschsprachige Personen immer nur das Beste zu schreiben.

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Ein wenig hatte ich darauf gewartet, dass die Weltpresse und das Literarische Quartett morgens bei mir anschellen und hatte mir vorsichtshalber morgens schon mal die Haare ordentlich frisiert und ein bisschen Make Up aufegelegt.

Es blieb dann wider Erwarten doch recht ruhig an diesem denkwürdigen 1. April. So lange hatte ich auf diesen Tag hingearbeitet! In einer ruhigen Minute denke ich versonnen daran, wie mein lieber Agent mir die erste Email schrieb, mit der Frage, ob nicht ein Buch schreiben wollte.

Wie der Bauch mit Paulina darin immer dicker wurde und ich mich mit dem ersten Kapitel quälte. Wie ich dann, Samstag für Samstag Kasimir und den Papa mit der kleinen Paulina zum Russischunterricht geschickt habe, damit ich schreiben konnte. Wie der  sprichwörtliche Telefondraht zwischen München und Essen glühte, als es um den Titel und das Cover ging. Und wie ich gezittert habe, also meine Schwiegermutter das Buch zensiert, pardon, Korrektur gelesen hat.

12919678_106606799741330_4625443352222675528_n.jpg„Heute Abend wird gefeiert“, verkündet meine Mutter. „Zuerst gehen wir in den Buchladen, und dann schön essen.“ „Mama“, gebe ich ein bisschen peinlich berührt zurück, „Ich glaube kaum, dass der Buchladen gerade mein Werk führt. Es gibt sooo viele Bücher auf der Welt….“ . Am Ende hat sie mich überredet. Wir betreten den Buchladen, und weder bei den Neuerscheinungen, noch auf dem Tisch mit den Bestsellern (das wär’s doch!), und zum Glück auch nicht bei der pinken Chick Lit.

Dann, in der hinterletzten Ecke bei der Reiseliteratur- da steht es! Mein Buch! In echt und im Laden zum Anfassen. Ich rücke es ein bisschen ins Licht, gehe zur Verkäuferin und biete an es zu signieren (sie lehnt dankend ab) und grinse den Rest des Abends wie ein Honigkuchenpferd.

 

Hier ist nochmal der link zum Buch:

http://www.piper.de/buecher/liebesgruesse-aus-minsk-isbn-978-3-89029-463-6

 

 

9 Comments

  1. Hallo Nadine, in unserer Buchhandlung hat dein Buch den Stecker: „Meine Empfehlung“ : erhalten. Wir, 2 Buchhändlerinnen, finden es lustig zu lesen, erhalten auch aktuelle politische Infos, können deine Vita gut nachvollziehen, einmal wegen ehemal. DDR-Bürger, einmal wegen Studentin aus der Familie, die in Edinburgh und Toronto studiert, Das Buch kommt ehrlich rüber. Andere Kulturen, andere Sitten und Bräuche, die wissenswert sind. Persönlich mag ich (aus der Ferne), die Datschas, den Schnee, das einfache Leben. Der dir zugeteilte Kosename ist besonders.
    Liebe Grüße, Christa und Grit Friedl aus dem Spreewald

  2. Bin jetzt bei Seite 82. Super gut geschrieben! Und sehr spannend bis jetzt! Bestimmt auch für diejenigen, die dich und Belarus noch nicht kennen.
    Interessant die Schilderung deiner ersten Eindrücke von Minsk. Ich jedenfalls hatte seit dem Jahr 2000 zu keiner Zeit das Gefühl, vom belarussischen KGB in irgend einer Weise behelligt oder beobachtet zu werden. Ist man weniger als 3 Werktage im Land, braucht man sich nicht einmal anzumelden. Ein Überwachungsstaat sieht anders aus. Allerdings vergleiche ich mit dem Polen der 70er bzw. der DDR der 80er Jahre.
    Ich bin schon ganz heiß darauf, weiterzulesen.

  3. Gerade kam doch noch der Paketbote und obwohl erst für Montag angekündigt, ist das Werk nun auch hier angekommen🙂

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