Dorffest am Ende der Welt

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Jedes Jahr am 12. Juli feiert Slabada, das Dorf am Ende der Welt, sein Dorffest.

Der Pfarrer hält eine Andacht am Dorfanfang, es folgt eine Prozession zum Dorfende (beide erkennt man an einem orthodoxen Kreuz, das mit Seidenblumen geschmückt ist), und dann gibt es manchmal einen Umtrunk.

In diesem Jahr ging man es besonders professionell an, und auf dem „Dorfplatz“, dem Platz vor dem stillgelegenten Geschäft, fand ein Konzert statt.

Die in der Gegend bekannte Gruppe „Zhuravinka“ (Moosbere)trat auf, es gab einen Rückblick auf die Geschichte des Dorfes. Alle Dorfbewohner und Sommergäste fanden sich zusammen und man hatte sogar eine Verstärkeranlage aufgebaut!

Das alles in einem Dorf mit 50 Bewohnern, von dem die überwältigende Mehrheit kein fließendes Wasser hat (in Belarus gibt es übrigens noch immer 110 Dörfer ohne Strom- bis vor wenigen Jahren waren es noch 240 an der Zahl.

Der Jüngste Bewohner von Slabada ist übrigens 4, der Älteste angeblich 112.

Neben musikalischen Gratulationen hielt die lokale Nomenklatura (Vorsitzende des Dorfrates) eine Rede, danach wurde getanzt und ein Foto von allen Bewohnern des Dorfes gemacht. Naja, und danach ein bisschen angestoßen.

1 Comment

  1. Ich bewundere Sie, geehrte Nadine, dass Sie Belarus und seine(seine oder ihre)Menschen lieben. Ich sage immer den anderen Deutschen, meinen Freunden: „Ihr sollt uns so lieben, wie Frau Lashuk uns liebt.“ Ich liebe Deutschland auch. Nur mit den Menschen ist es in der letzten Zeit kompliziert geworden. Aber trotzdem…

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