Domratschewa und Björndalen haben entbunden!

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Die belarussischen Klatschspalten hatten im letzten Jahr ein Lieblingsthema: Das Privatleben der Biathlonistin Darja Domratschewa und ihres Ehemanns Ole Einar Björndalen. Nun wurde die gemeinsame Tochter in Minsk geboren.

Und ire berühmten Eltern haben einen ganz und gar ausgefallenen Namen für sie ausgewählt.

Vor einem Jahr hatte die erfolgreiche Sportlerin – die Belarussen nennen sie auch zärtlich „Nascha Dascha“, unsere Dascha,- verkündet, eine sportliche Pause einlegen zu wollen. Schnell sickerte durch, dass sie schwanger ist. Vater des Kindes ist nicht irgendwer, sondern der ebenso bekannte norwegische Kollege Ole Einar Björndalen. Die beiden sind seit einigen Jahren zusammen, seitdem Björndalen Dascha nach einem Biathlon zum Sieg gratuliert hatte.

 

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Foto: Morten Krogvold

Im Juli dieses Jahres haben die beiden geheiratet- allerdings nicht in Minsk, sondern an einem geheimen Ort im Ausland. Björndalen postet seitdem in den sozialen Netzwerken Familienbelange brav auf norwegisch, englisch und russisch.

Kurz danach ist Dascha zu Ole Einar nach Tirol gezogen, ist aber zur Geburt des Kindes wieder nach Minsk zurückgekehrt. Auch der werdende Papa weilt momentan in der Hauptstadt, wo er bleibt „bis in Norwegen der erste Schnee fällt „.

Die Berichterstattung in den belarussischen Medien ging im Laufe des Jahres sogar so weit, dass bekannt wurde, in welchem Krankenhaus Domratschewa entbinden wird (im 6. Roddom, also Geburtshaus). Diese Nachricht führte zu einer Debatte über das System der belarussischen Geburtshilfe, die ja immer noch eher nur zweifelhaften Komfort für Mutter und Kind bietet.

Wie in Deutschland vor 50 Jahren geben die Männer die Frauen an der Pforte ab und holen sie nach einer ziemlich langen Zeit (bis zu einer Woche nach Geburtstermin bei natürlicher Entbindung!) wieder ab. Vorher sehen sie Frau und Kind nur über Fotos oder am Fenster des Krankenhauszimmers.

In einigen wenigen Krankenhäusern ist es den Männern mittlerweile erlaubt, bei der Geburt anwesend zu sein, wenn sie vorher einen zertifizierten Geburtsvorbereitungskurs absolviert haben. Aus diesem Anlass wurde auf der Seite der Boulevardzeitschrift Komsomolskaya Prawda ein Artikel veröffentlicht, der sich eingehend mit der Frage beschäftigt, ob Björndalen ohne Heiratsurkunde überhaupt in die Geburtsklinik gelassen würde (vor der Hochzeit. dann haben sie ja noch den Bund fürs Leben geschlossen, wie es sich gehört).

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Foto: gender.by

Domratschewa entschied sich trotz aller „Widrigkeiten“ ihr Baby im heimischen Minsk zu bekommen und nicht wie viele andere Belarussinnen ins Ausland zu gehen. Es gibt mittlerweile übrigens einen regelrechten Geburtstourismus nach Vilnius, aber auch nach Deutschland und in die USA, je nach finanziellen Möglichkeiten der jungen Familie.

Die Geburt des belarussisch-norwegischen Babys ist gut verlaufen, es wurde am 1.Oktober in der neu eröffneten Privatstation der 6. Geburtsklinik geboren. Ihre Eltern, ich wollte es kaum glauben, haben den Namen Xenia für sie ausgewählt. Von allen Namen, die es auf der Welt gibt, musste Dascha natürlich ihr Kind Xjuscha nennen!

Wie gut, dass schon das nächste Sportlerbaby auf eine flächendeckende Berichterstattung wartet: Die Tennisspielerin Victoria Azarenka ist ebenfalls in freudiger Erwartung.

 

 

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